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Illses Imbiss

Foto: Jacek Wujczak

Die fetten Jahre sind vorbei! – So heißt der allererste Song, den Illses Imbiss vor gut 10 Jahren geschrieben haben.
Aber irgendwie wird man den Eindruck nicht los, dass es eigentlich erst danach richtig bergab ging.

Kann man sich noch das Leben ohne Corona und ohne FFP2-Maske im Supermarkt vorstellen?

Inflation fand quasi nicht statt, es war alles jederzeit verfügbar und die Preise blieben stabil.

Aber vor allem gab es nicht diesen furchtbaren Krieg innerhalb Europas. Nur der Gedanke daran war derart absurd und im Grunde völlig unvorstellbar.

Und selbst der Klimawandel stand noch nicht so stark im Fokus. Klar, es gab die paar Miesepeter, die nörgelten, dass den Eisbären die Eisschollen ausgehen werden und Hannover langfristig zur Hafenstadt werden wird. Aber es konnte ja keiner ahnen, dass sie damit recht haben könnten.

Ganz langsam dämmert es in den Köpfen, dass wir wohl jetzt alle den Gürtel ein bis zwei Löcher enger schnallen müssen und eine Rückbesinnung auf die kleinen Dinge nicht schadet. Zum Beispiel die Freude darüber, wenn es beim Discounter mal wieder Mehl zu kaufen gibt.

Die fetten Jahre sind vorbei!
Aber jetzt in echt!

Dem würde wohl niemand ernsthaft widersprechen.

 

 

Illses Imbiss, das ist facettenreicher Indie-Pop mit deutschen Texten, die was zu erzählen haben.

Handgemachte Musik mit Emotion und Tiefgang, welche die Hingabe zu leisen Tönen genauso wenig scheut, wie den Spaß am Brachialem. Meist eingängig aber durchaus auch sperrig. Musikalisch gelingt ihnen dabei der Spagat zwischen spröder Schönheit und ruppigem Rockappeal.

Dabei bedienen sie sich gekonnt aus dem Artenreichtum des unerschöpflichen Popkosmos. Beim Schreiben und Arrangieren gibt es grundsätzlich erst einmal keine »No Gos«. Alles wird probiert, erlaubt ist was gefällt. So besitzt jeder Song etwas Eigenes Unverwechselbares und trotzdem wird das Repertoire durch einen unsichtbaren roten Faden zusammengehalten.

In zahlreichen Liedern ergänzen sie geschickt die klassische Rock-Besetzung durch Retro-Computer-Beats und Eighties-Sounds und selbst die unterschätzte Melodica kommt zum Einsatz.

Illses ausgefeilte, nie banale Alltagslyrik erzählt kleine feine Geschichten vom Scheitern, vom Warten, vom Verlieben und vom Trennen. Wer zuhört, kann in den Texten auch seine eigene Geschichten wiederfinden. Dargeboten mal lässig und leichtfüßig, mal melancholisch und trist, aber meistens mit einer gehörigen Prise Selbstironie.

Illse begeistern mit großer kreativer Sensibilität, die ihre zahlreichen musikalischen Einflüsse, wie Element Of Crime, Erdmöbel, Fehlfarben und natürlich auch die Hamburger Schule, erkennen lassen, ohne diese zu kopieren.

Mit »Die fetten Jahre sind vorbei« und »In Würde scheitern« veröffentlichten Illses Imbiss bisher zwei beeindruckende Alben. An den Songs des dritten Albums wird bereits gearbeitet. Ende des Jahres wird es hoffentlich fertig sein.

https://illses-imbiss.de/

 


Eintritt frei


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 Fr 12.08.2022 20:00 Biergarten (bei schlechtem Wetter im Foyer) 

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