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Unabhängiges FilmFest Osnabrück 20. – 24.10.2021

Interessiert, kritisch und engagiert setzen sich die Filme der 36. Ausgabe des Unabhängigen FilmFests mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinander. 30 Langfilme, vier Kurzfilmprogramme, zwei Kurzfilmprogrammen für Kinder und ein breites Rahmenprogramm bringen vom 20.-24. Oktober internationales Festivalflair nach Osnabrück. Von Europa führen die Geschichten unter anderem über Israel, Hongkong und Brasilien einmal um den ganzen Globus.

In Anwesenheit des Regisseurs eröffnet der Dokumentarfilm »Monobloc« die 36. Festivalausgabe. »Monobloc« erzählt eine Geschichte von Privileg, Ungleichheit und Globalisierung anhand eines millionenfach produzierten Plastikstuhls, der symbolisch für Armut und Reichtum gleichermaßen stehen kann. Die Sektion »Vistas Latinas« führt tief in aktuelle Geschehnisse Mittel- und Lateinamerikas, unter anderem in das kleine venezolanische Fischerdorf Congo Mirador. Das Filmteam hinter »Once Upon a Time in Venezuela« erreicht das Dorf zu einem Zeitpunkt großer Unsicherheit: Rücksichtslose Ölförderung hat das Wasser verschmutzt, das Dorf droht unter den Füßen der Bewohner:innen zu verschwinden und die anstehenden Parlamentswahlen versprechen keine Entschärfung. Manche Geschichten finden sich direkt vor der eigenen Wohnungstür: Thomas Imbach beobachtet in »Nemesis« wie ein Polizei- und Justizzentrum auf dem Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofs errichtet wird. Das Projekt wird zum Symbol einer Erinnerungskultur, die Industriemonumente gegen einen betongewordenen Hochsicherheitsapparat eintauscht. Laut wird es nicht nur in der gleichnamigen Sektion, sondern auch in der Dokumentation »TOPOWA!«, die eine Brassband auf ihrer Reise von den Slums in Uganda nach London begleitet, wo sie mit dem berühmten Jazz-Trompeter Wynton Marsalis auf einem Musikfestival auftreten. Die gleiche Sektion führt ins New York der 50-er Jahre, wo Musikerin Connie Converse Ängste und Einsamkeit in ihrer Musik verarbeitet. Nach ihrem Verschwinden hinterlässt sie Tonbänder, Briefe, Fotos und Tagebücher. In »Talking Like Her« beginnt eine musikalische Spurensuche.

Verschwunden wäre die 23-jährige Rakel sicherlich auch gerne, nachdem sie erfährt, dass sie ungewollt schwanger ist. Gemeinsam mit einem animierten »Ninjababy« bestreitet sie im gleichnamigen Film ihren neuen, chaotischen Alltag zwischen verbliebener Unbekümmertheit und den großen Fragen des Lebens.
In »Glory to the Queen« begleiten wir vier professionelle Schachspielerinnen, die zur Zeit des Kalten Krieges den Schachsport revolutionierten. Ein differenziertes, persönliches Portrait revolutionärer Frauen, die zu Ikonen der Emanzipation wurden.
Die Festivalabende in der Lagerhalle schließen mit vier Kurzfilmprogrammen: Blickfang, Blickzwang und Blickband wollen zum Hinschauen animieren und ziehen Blicke in den Bann. Das studentische Programm Blickfelder wurde von Studierenden der Universität Osnabrück zusammengestellt und beschäftigt sich mit teils bewegenden, teils satirischen Geschichten zu den aktuellen vorherrschenden Themen: Klimawandel, Migration, Zukunft, Studienbedingungen.

Kleine Kinofans dürfen sich auf gleich zwei UFOlinos-Kurzfilmprogramme freuen: Auf Kinder ab vier Jahren warten aufregende Abenteuer in großen Städten, schneebedeckten Landschaften und grünen Wäldern. Mitreißende Geschichten laden Kinder ab acht Jahren ein, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Daneben lädt die offene Malwerkstatt (24.10., 16:00 Uhr) zum Mitmalen ein.

In diesem Jahr eröffnet das FilmFest ein Forum rund um eines seiner bedeutendsten Themen: Den Dokumentarfilm. Mit dem Film »Starbuck – Holger Meins« (D 2001, R: Gerd Conradt) startet beim Filmfest eine Reihe herausragender Dokumentarfilme, die in Niedersachsen entstanden sind und anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Landes bis Januar 2022 in Osnabrück gezeigt werden.

Das FilmFest DokForum findet zum ersten Mal statt und ist eine offene Ideenwerkstatt für neue Formate. Gemeinsam mit Regisseur:innen, Expert:innen und dem FilmFest-Publikum möchten wir Ideen sammeln, in welcher Form wir auf dem Festival in Zukunft noch intensiver über den Dokumentarfilm sprechen können.

Das gesamte Programm finden Sie unter:
www.filmfest-osnabrueck.de


 Mi 20.10.2021 16:00 Saal 

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