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LAING

Das Konzert beginnt um 19.00 Uhr!

Wie wichtig jemand ist, merkt man oft erst, wenn er dann fehlt. In diesem Sinne: Viel zu lange nichts mehr von Laing gehört. Doch alles Warten hat ein Ende, die Berliner Band um Songschreiberin Nicola Rost veröffentlicht ihr drittes Album. Fans von smarter Pop-Poesie atmen auf, ein neuer Sherriff ist in der Stadt. Jetzt knallt’s wieder.
Als Laing Anfang 2013 mit ihrem Debüt-Album „Paradies Naiv“ inklusive der Single „Morgens immer müde“ nicht nur auf der Bildfläche, sondern auch in den Top Ten der Charts auftauchten, sah Pop mit deutschen Texten besser aus denn je. Das geschmeidig widerspenstige Kollektiv führte muttersprachliche Lyrics auf‘s nächste Level. So gestaunt und getanzt wurde selten bei einem Erstlingswerk.
Ein Jahr und ein bisschen später dann bereits das Nachfolgewerk, Laing „Wechselt die Beleuchtung“. Alles klar, so konnte es weitergehen. Tat es aber nicht.
Die Band der Produzentin und Songwriterin Nicola Rost brauchte eine Pause. Denn die Alternative wäre gewesen: Wie viele andere bloß noch Pop-Dienstleister ihrer selbst zu werden, Machen, Tun und Liefern. Für tatsächlich kreative Künstler kein guter Zustand. Give me a break, Musikindustrie!
Irgendwie stellte sich in Laings Abwesenheit aber auch ein allgemeiner Kater ein. Aus der neuen Lust, auf Deutsch zu texten, war ein amtlicher Hype geworden. Die Songs wurden mehr – und immer egaler. Wie sehr das „Menschen Leben Tanzen Welt“-Gulasch alle Kanäle verstopft, merkt man aber erst, wenn Laings dritte Platte „Fotogena“ sie endlich wieder freispült.
Man muss wirklich kein Sprach-Nerd sein, um die neuen Stücke zu genießen. Jedes Wortspiel triggert dich, man will es sich merken, am besten gleich notieren oder es unbedingt abends auf dem Mäuerchen den Anderen weitererzählen. Wenn Rost den notorischen Selfie-Flashmob unserer Zeit auf lauter kleine „Fotogenas“ und „Fotogenos“ runterbricht, erreicht Pop seine Meisterschaft: Er kann gleichsam verweisreich durch die Historie gleiten  –  bis hin zu Mozarts „Zauberflöte“, und trotzdem ganz im Jetzt verwurzelt bleiben. Das Märchenhafte, das Glamouröse, das Irrwitzige mit dem Konkreten verknüpfen, hier liegt die große Stärke dieser Pop-Chansons.
Der Trend dagegen, aus Pop eine Art horoskop-besoffenes Lebenshilfe-Blabla zu machen, kriegt hier endlich mal eine aufs Maul. Zeit wurde es. Pop-Poesie auf Zucker – und mit Pfefferspray in der Handtasche. Willkommen zurück!
https://www.laing-musik.de/

Veranstalter: Zukunftsmusik
präsentiert von Stadtblatt Osnabrück, GIG, event. Magazin, MusikBlog, SCHALL. & The Pick

Vorverkauf: 26,20 €
»Online-Tickets
bis 3 Stunden vor der Veranstaltung
Abendkasse: 27,- €



 So 27.01.2019 19:00 

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