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ABGESAGT! Zweisprachige Lesung: Die Nacht von Lissabon

Die Nacht von Lissabon 

mit Erläuterung und Diskussion 

 

In seinem vorletzten und 1962 erschienenen Buch „Die Nacht von Lissabon“ schildert Remarque das Gespräch zweier Flüchtlinge vor dem Naziregime in einer Bar im Hafen von Lissabon vor dem Hintergrund einer möglichen Schiffspassage in die rettenden USA. 

 

Der namenlose Ich-Erzähler steht im Jahre 1942 nachts am Kai von Lissabon und starrt auf ein im Hafen liegendes Schiff. Er will mit seiner Frau Ruth in das rettende Exil nach Amerika flüchten, hat jedoch weder einen Pass noch das nötige Visum. Ein Fremder spricht ihn an und bietet ihm zwei Schiffskarten und die nötigen Papiere. Dafür haben will er nichts, nur seine Lebensgeschichte, die Geschichte eines verfolgten Exilanten, will er dem Ich-Erzähler berichten. 

 

In Dialogform berichten die Figuren von ihrer durch das Exil zerstörten Identität und erzählen damit die reale und persönliche Geschichte Remarques. Sie ergänzen sich in ihren Äußerungen über die Erinnerungen, das Festhalten, die Vergänglichkeit und die Gespaltenheit ihrer Person. An Gott und dem Sinn des Lebens zweifeln sie, doch die Liebe hat sie in harten Zeiten stets überleben lassen. 

 

Vorgetragen werden einzelne Passagen des Romans in portugiesischer und deutscher Sprache. Es lesen Marla Andrade und Claudia Junk. 

 

Veranstalter: Büro für Friedenskultur der Stadt Osnabrück, Erich Maria Remarque-Friedenszentrum  

Informationen und Anmeldung: Tel.: 0541-323-3210; friedenskultur@osnabrueck.de; www.me-we-os.de 

 


 So 06.06.2021 11:00 Saal 

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