Die Lagerhalle - Kultur & Kommunikation am Heger Tor
Kalla Wefel – Am Anfang war die Musik
Kalla Wefel – Am Anfang war die Musik
Multimediales Kabarett zur Geschichte der Rockmusik
Angefangen hat alles als kleiner Junge mit vier Jahren, als Klein-Kalla sein Dreirad zur Drehorgel umfunktionierte und in Lautsprache „Rock Around The Clock“ sang. Als 12jähriger hörte er, beeinflusst durch seine große Schwester, von den Beatles „She Loves You“, was dazu führte, sich noch am selben Tag eine Gitarre zu besorgen, sie spielen zu lernen und bereits ein Jahr später mit einer Sondergenehmigung des Jugendamtes als „fahrender Gesell“ jedes Wochenende mit seiner Beatband „The Set“ auf der Bühne zu stehen. „Ich war gerade mal 14, die anderen hatten schon Haare an den Beinen.“
 
„Alle Leute wissen, wo sie am 11. September 2001 waren, ich aber weiß genau, wo ich war und was mit mir geschah, als ich zum ersten Mal „Mama“ von Heintje hörte.“
 
Seine Musikerlaufbahn führte ihn 1972 von Osnabrück nach Hamburg über Wien, Kanada, Frankfurt erneut nach Hamburg zurück und schließlich wieder in seine Heimatstadt Osnabrück und sie ist gespickt mit abstrusesten Erlebnissen mit etlichen Größen der Rockgeschichte: Lemmy Kilmister von Motörhead, Steve Marriott, Alexis Korner, Donovan, Steppenwolf, Remo Four, Udo und sein Panik Orchester, BAP, die Renft Combo, Roxy Music, Herbert Grönemeyer, Ozzy Osbourne, Harry Belafonte, aber auch „Begegnungen der dritten Art“ mit Künstlern wie Wolf Biermann, Drafi Deutscher, Konstantin Wecker, Mary Roos, Nena, Ingo Insterburg oder Gitte Henning würden in seiner Biografie genannt werden können.
 
Nachdem Kalla von „Rock Against Racism“ in England erfahren hatte, erfand er den Slogan „Rock gegen Rechts“. Ein halbes Jahr später wurde daraus zunächst das große Festival 1979 in Frankfurt vor 50.000 Zuschauern und später eine landesweite Bewegung.
 
Neben einigen Rückschlägen – „zu meinem Glück mögen die Leute lieber Verlierer“ – kann er auch einige Erfolgsgeschichten aus seinem Leben aufführen: Seine Biografie „Sind Sie frei?“ wurde bis heute über 45.000 x verkauft, sein Song „Hallo, Vater!“ fast 2.000.000 auf Tonträgern gepresst, er gewann den deutschen Satirelöwen und seine Kabarettprogramme erhielten durchweg begeisterte Kritiken.
 
Das neue Programm ist ein echter Knaller: Die authentischen Storys durchlebt Kalla jeden Abend aufs Neue und sie münden am Ende in einem Song – mal wütend, mal wehmütig – mal laut, mal leise – mal unverschämt, mal bescheiden. Dazu gibt es liebevoll zusammengestelltes historisches Bild- und Filmmaterial auf die Leinwand geworfen.
 
Ob Beatles oder Stones, Kinks oder Genesis, Who oder Bob Dylan, David Bowie oder Tom Petty. lasst Euch überraschen, ob Lagerfeuerlieder, fünfstimmige Chorgesänge oder Rocksongs mit fetzigen Gitarrensoli und wahnwitzigen Geschichten, denn wer durfte Lemmy Kilmister schon „Mom“ nennen oder fuhr mit Ozzy Osbourne im Taxi rückwärts durch Hamburg?
Ein guter Freund nannte Kalla mal den „Forrest Gump der Rockmusik“. 
 
„Ich werde aber auch jeden Abend irgendein Lied ohne Sinn und Verstand spielen, einfach so, weil es mir Spaß macht. Denn am Anfang war die Musik …“.
 
Text von Ute Apitz (aus der „Pointe“, Zeitschrift der „Bundesvereinigung Kabarett e.V.“) 
Foto: Manfred Pollert
 
Anspieltipps:
 
 
 

Vorverkauf: 18,00 € (inkl. Kultur€)
»Online-Tickets
Abendkasse: 21,- / 19,- € (inkl. Kultur€)

Spitzboden

Sa. 15.09.2018 | 20.00 Uhr

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